Bei Silbernitrat- oder Silberchloridlösungen z.B. handelt es sich nicht um ein Kolloid* , sondern um Substanzen, in denen wie beim Silberchlorid das ursprüngliche Salz, also das Silberchlorid, in seine Bestandteile Silber und Chlor aufgelöst wurde und neue Verbindungen eingehen kann. Die von Kritikern oft als Nebenwirkung aufgeführte Verfärbung der Haut, die Argyrie, entstand in den meisten Fällen durch die Anwendung dieser Silbersalze. Bei diesen Anwendungen werden viel höhere Silberkonzentrationen eingenommen als bei kolloidalem Silber. Laut vieler Berichte wird eine Dosis von 3,8 Gramm elementaren Silbers pro Tag als gefährlich eingestuft. Diese Mengen können mit korrekt hergestelltem und eingenommenem kolloidalem Silber nicht erreicht werden, da sich die Einnahme-Mengen im Mikro- bzw. Milligrammbereich bewegen.
Schulmediziner stehen kolloidalem Silber oft skeptisch gegenüber. Sie verweisen auf fehlende wissenschaftliche Belege für Heilwirkungen und auf mögliche Gesundheitsgefahren durch Silberablagerungen im Körper.
*Ein Kolloid liegt dann vor, wenn:
- es unterschiedliche Bestandteile wie eben Wasser und Silber hat,
- diese Bestandteile unterschiedlichen Phasen angehören, z.B. flüssig/fest oder gasförmig/neblig,
- die Partikel nicht löslich sind