Viele Familien sind gegen alles und jedes versichert und trotzdem schlecht geschützt, wie Fachleute immer wieder feststellen: Eltern stecken ihr Geld in unnötige Versicherungen und versäumen es, wichtige Risiken abzusichern und vielleicht sogar Vermögen aufzubauen.
Um im Notfall den eigenen „Rettungsschirm“ aufspannen zu können, muss Vorsorge getroffen werden. Und diese bleibt nicht nur Gutverdienern vorbehalten: Denn viel mehr als große Summen sind Köpfchen und Planung gefragt. Die unabhängige Finanzplanerin Stefanie Kühn macht Eltern Mut, sich selbst engagiert um ihre Geldangelegenheiten zu kümmern: „Es macht Spaß, den Überblick zu haben und seine Angelegenheiten geordnet zu wissen“, sagt sie. Außerdem beruhige es, wenn man seine Lieben gut abgesichert wisse.
In wirbelwind erläutert sie, was für Familien wichtig ist:
Risiken absichern
Risikolebensversicherung für die Eltern:
Wenn der Hauptverdiener stirbt, kommen die Hinterbliebenen damit finanziell nicht in Bedrängnis. Auch an die Ehefrau denken: Wenn sie ums Leben kommt, muss sich der Vater um die Kinderbetreuung kümmern. Eine Risikolebensversicherung ist günstig: Eine Absicherung von 100.000 Euro ist schon für etwa 10 Euro monatlich zu bekommen. Bei der Auswahl eines Anbieters kann man sich an der Beitragshöhe orientieren.
Von Kapital-Lebensversicherungen hält Stefanie Kühn nichts. Die Kombination von Sparen und Absicherung sei ungünstig. Außerdem seien sie zu unflexibel, wenn es vorübergehend am Geld für die Beiträge mangele.
Berufsunfähigkeitsversicherung:
Sie sollte ebenfalls nicht fehlen. Allerdings kann man hier nicht nach der Beitragshöhe auswählen, sondern sollte sich wegen der unterschiedlichen Konditionen umfassend beraten lassen und außerdem selbst informieren, zum Beispiel Testartikel lesen.
Für sinnvoll hält die Expertin auch eine Kinder-Unfallversicherung, zum Beispiel über 50.000 oder 100.000 Euro, aber „ohne Schnickschnack“ wie Prämienrückgewähr, was dem Vermittler nur eine hohe Provision sichere, so Stefanie Kühn.