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Alle zusammen: Tipps für ein entspanntes Familienleben

Familienleben

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Liebe, Geborgenheit und Vertrauen – das sind die Ideale, die wir mit dem Begriff Familie verbinden. In der Praxis ist der Familienalltag oft eine Achterbahnfahrt zwischen Glück und der nächsten Herausforderung. Aber genau das macht das Familienleben aus: Die Nähe zu lieben Menschen ebenso wie die Dynamik innerhalb einer Familie und der Kraftaufwand, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Wie Sie es trotz allem schaffen können, entspannt und glücklich als Familie zusammenzuleben, damit setzen sich die Artikel dieser Kategorie auseinander. Hier lesen Sie, wie Sie den Familienzusammenhalt stärken und gute Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern fördern können.

Starke Bande – die Beziehung zwischen Geschwistern

Ein Herz und eine Seele oder wie Hund und Katze – die Beziehungen zwischen Geschwistern sind komplex und von Familie zu Familie sehr unterschiedlich. Einige Geschwister stehen sich sehr nah und bleiben ein Leben lang eng verbunden. Andere werden zu erbitterten Konkurrenten um die Aufmerksamkeit der Eltern und mitunter ist das Verhältnis zwischen Geschwistern vor allem von Gleichgültigkeit geprägt. Psychologen gehen davon aus, dass die Beziehung zu den Geschwistern ein Kind ebenso stark prägt wie die Beziehung zu den Eltern. Unzweifelhaft ist auch, dass sie eine entscheidende Rolle für ein harmonisches Familienleben spielt.

Streit und Eifersucht zwischen Geschwistern sind relativ normal

Kinder verbringen – erzwungenermaßen – fast ebenso viel Zeit mit ihren Geschwistern wie mit den Eltern. Das prägt und fördert den Zusammenhalt – es birgt aber auch viel Konfliktpotenzial. Es ist typisch für Geschwisterbeziehungen, dass positive und negative Gefühle etwa gleich stark zum Ausdruck kommen und auch ausgelebt werden. Eifersucht auf den anderen und handfesten Auseinandersetzungen sind im Kindergarten und Grundschulalter vollkommen normal, bestätigen Experten für Geschwisterforschung. Mehr noch: Diese Konflikte unterstützen die Kinder in ihrer Persönlichkeitsbildung und helfen ihnen, ihren Platz innerhalb der Familie festzulegen.

Welche Faktoren sind entscheidend für die Geschwisterbeziehung?

Wie harmonisch das Geschwisterverhältnis ist und wie stabil es über die Kindheit hinaus bleibt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Verhalten der Eltern spielen auch das Alter, der Altersunterschied und das Geschlecht der Kinder eine wichtige Rolle. So empfinden sich Brüder häufig als Konkurrenten, während die Beziehung zwischen zwei Schwestern meist am harmonischsten ist. Grundsätzlich haben Geschwister mit geringem Altersunterscheid eine engere Bindung – aber auch häufiger Streit.

Haushalt und Kinder – „mit links“ erledigt?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist das große Thema unserer Zeit – aber schon Haushalt und Kinder zu meistern, kann eine ziemliche Herausforderung sein. Neben den täglich anfallenden Arbeiten im Haushalt müssen die Termine der Kinder koordiniert, Fahrgelegenheiten organisiert, Spielverabredungen geplant und Geburtstage vorbereitet werden. Dazwischen wird der Einkauf erledigt, getröstet, gekuschelt und immer wieder aufgeräumt. All diese Aufgaben gehören zum Familienleben dazu, aber sie kosten Kraft und ein gehöriges Maß an Organisationstalent.

Alltags-Tipps für den Haushalt mit Kindern:
  • Übertragen Sie Ihrem Kind kleine Haushaltsarbeiten: Mithelfen im Haushalt entlastet nicht nur die Eltern, es fördert auch die Selbstständigkeit Ihres Kindes und stärkt sein Selbstbewusstsein – schließlich trägt es auf diese Weise zum Familienleben bei. Kleine Kinder können zum Beispiel beim Tischdecken helfen oder die Spülmaschine ausräumen, größere bringen den Müll raus, saugen Staub oder sammeln die Schmutzwäsche der Familie ein.
  • Machen Sie eine wöchentliche Putz- und Aufräumliste: Das Familienleben besteht aus einer Fülle kleiner Fleißarbeiten, die schnell gemacht sind, aber in der Summe ziemlich viel Zeit kosten. Erstellen Sie einen Wochenplan, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist: Wer füttert die Haustiere? Wer fegt die Küche durch? Wer deckt den Tisch auf und wieder ab? Auch die Eltern sollten sich mit Aufgaben wie Einkaufen und Bad putzen nach Möglichkeit abwechseln.
  • Familienkalender nutzen: Hängen Sie an einem zentralen Punkt in der Wohnung einen Familienplaner auf, in den jedes Familienmitglied für jeden Tag in der Woche seine Termine und Pläne eintragen kann. Das erleichtert die Organisation und hilft zugleich Kindern, ein Gefühl für die Wochentage und Monate zu bekommen.
  • Perfektionismus verbannen: Ein bekannter Spruch lautet:“ Gute Mütter haben schmutzige Böden, streifige Fenster und glückliche Kinder.“ Es muss nicht immer alles perfekt aussehen – nehmen Sie sich lieber etwas Zeit füreinander.
  • Einen freien Tag einlegen: An mindestens einem Nachmittag in der Woche sollten keine Termine und keine Hausarbeiten anstehen. Nutzen Sie diesen Tag für gemeinsame Unternehmungen, zum Spielen oder zum Faulenzen – das gibt Energie für die kommenden Tage.
Konfliktpotenzial:

Der richtige Umgang mit Geld in der Familie

Diskussionen um die Familienfinanzen sind nach Erziehungsfragen das zweithäufigste Streitthema in der Familie. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir nicht gern über Geld sprechen – selbst zwischen Ehepartnern ist Geld anscheinend ein Tabuthema: Unnötige Ausgaben, vermeintlicher Geiz oder Sorgen um das Geld werden so lange totgeschwiegen, bis es zu spät ist. Viele Erwachsene empfinden es als kleinlich, ihre Ausgaben zu kontrollieren und finanzielle Dinge anzusprechen – dabei kann eine gute Haushaltsplanung viel zur Harmonie in der Familie beitragen.

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Die häufigsten Fragen zum Umgang mit Geld in der Familie

Geldstreitigkeiten lassen sich viel leichter vermeiden, wenn die finanziellen Grundsätze und Verantwortlichkeiten in der Familie klar geklärt sind. Spätestens mit dem ersten Kind und eventuellen finanziellen Einbußen durch die Elternzeit sollten sich Familien mit den folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Haben wir ein gemeinsames Konto, getrennte Konten oder ein gemeinsames und jeweils ein eigenes Konto?
  • Verfügen die Partner nach Bedarf über das Einkommen oder steht jeden Monat ein bestimmter Betrag als „Haushaltsgeld“ zur Verfügung?
  • Gibt es eine Haushaltsplanung? Wenn ja, wer ist dafür zuständig?
  • Wer schließt Verträge ab und kümmert sich um die Rechnungen?

Probleme oder Unzufriedenheit mit der finanziellen Situation sollten möglichst direkt angesprochen und ggf. eine Alternative gesucht werden, damit Streitigkeiten gar nicht erst aufkommen.

Das gefällt mir – Einrichtungstipps und Mode für Kinder

Wenn Kinder beginnen, sich als eigenständige Persönlichkeit wahrzunehmen, wächst der Wunsch, sich von der Umwelt abzugrenzen und die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Nicht selten zeigt sich das zuerst in endlosen Diskussionen bei der Auswahl der Kleidung: Einige Kinder möchten jeden Tag den Lieblingspullover anziehen, andere tragen nur noch eine bestimmte Farbe. Auch für das eigene Kinderzimmer haben viele Kinder jetzt ganz bestimmte Vorstellungen. Aber wie schafft man es, die elterlichen Vorstellungen von Funktionalität und Stil mit den kindlichen Vorlieben in Einklang zu bringen?

Kinderzimmer gestalten – am besten zusammen

Im Verlauf einer Kindheit wird das Kinderzimmer mehrere Male umgestaltet –aus dem Baby- und Kleinkindzimmer mit sanften Farben und süßen Motiven wird ein typisches Kinderzimmer mit Kuschelecke, Spielzeugregal und Kinderschreibtisch, das schließlich vom fast schon erwachsenen Jugendzimmer abgelöst wird. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie das Kinderzimmer gemeinsam gestalten:

  • Mitbestimmen lassen: Ihr Kind soll sich in seinem Zimmer wohlfühlen – auch wenn Ihnen etwas anderes gefällt. Lassen Sie Ihr Kind seine Wünsche äußern und überlegen Sie gemeinsam, wie diese sinnvoll umzusetzen sind.
  • Alternativen anbieten: Ihr Kind möchte um jeden Preis rosa gestrichene Wände, aber Sie bevorzugen gedecktere Farben? Schauen Sie sich Farbpaletten im Baumarkt an: Vielleicht finden Sie eine andere Farbe, die Ihnen beiden gefällt – oder Sie einigen sich darauf, dass nur eine der Wände rosa gestrichen wird.
  • Individuelle Details: Liebevoll ausgesuchte Accessoires geben dem Kinderzimmer Persönlichkeit – das können schöne Fotos oder Bilder sein, bunte Kuschelkissen, eine Hängematte oder ein Wand-Tattoo – was immer am besten zu Ihrem Kind passt.
Was soll ich anziehen? Mode für Kinder

Fast jede Familie kennt die Diskussionen um das Anziehen. Ist es zu kalt für den kurzen Rock oder zu warm für die Gummistiefel, darf man drei Tage hintereinander die gleiche Hose anziehen – und was sage ich, wenn mein Kind sich in den grellroten Pullover aus 100 % Polyester verliebt hat? Unser Modebewusstsein wird stark durch unser Umfeld geprägt - und so ist es auch bei Kindern. Sind im Kindergarten noch die beliebtesten Zeichentrick-Charaktere das Must-have, müssen es in der Schule auf einmal bestimmte Marken sein. Wir haben viele Infos rund um Kindermode gesammelt und geben Tipps, wie Sie Ihrem Kind helfen, ein gesundes Bewusstsein für Kleidung und Mode zu entwickeln.

Gemeinsam feiern:

Weihnachten und andere Feiertage mit Kindern
  • Stimmungsvoll: Von allen Kindheitserinnerungen zählen die Festtage vielleicht zu den schönsten: Wenn im Dunkeln die Kerzen brennen, wenn Lieder gesungen und Geschenke ausgepackt werden – kurz, wenn die ganze Familie beisammen ist, um gemeinsam zu feiern und es sich gutgehen lassen.
  • Weihnachten mit Kinderaugen: Familienfeste wie Weihnachten oder Ostern werden erst mit Kindern so richtig schön, weil Kinder die Atmosphäre eines solchen Festes viel intensiver erleben und aufnehmen: Das gemeinsame Basteln in der Vorweihnachtszeit, festliche Lieder und Gedichte, die Freude über den Adventskalender und schließlich Heiligabend, wenn vielleicht auch schon die ersten selbstgemachten Geschenke stolz überreicht werden.
  • Zeit für Weihnachtsstimmung: Für Eltern bedeutet die Vorweihnachtszeit häufig noch mehr Stress als gewöhnlich. Sie müssen schmücken und Geschenke besorgen, für Weihnachtsfeiern und -basare backen und basteln und, und, und. Dennoch: Nehmen Sie sich hin und wieder Zeit, die Vorweihnachtszeit gemeinsam mit Ihrem Kind zu genießen. Bei der Teestunde an den Adventssonntagen, beim Vorlesen bei Kerzenschein oder beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.